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die Auszeichnung erhielt
2006
Rebecca Basisile
awarded in the year
2006
Rebecca Basisile

 

Basile_kl-WZ


Preisträgerin Rebecca Basile,
prämiert von Bundespräsident a.D. Roman Herzog (rechts) und Präsident Winfried Böhm.

Rebecca Basisile, Biology, Bee research 

Rebecca Basile is a zoologist who has been studying the question of social justice in the beehive. She has worked for the BEEgroup of the University of Würzburg since spring of 2003 on her phD thesis „Thermoregulation and Resource Management in Honeybees“ – a work dealing with energy expenditure of tasks, feeding activity through instictive reactions, and the origins of such.
Scientific interest in bees dates back to ancient Greek times. According to Aristoteles, the first expert, there was nothing more to discover about bees. This proves to be far from correct: Especially since Karl Ritter von Frisch won a Nobel Prize in 1973, it has been made clear that honeybees still provide a vast field of opportunity for behavioural researchers, and that there is still much to learn about this fascinating species.
Rebecca Basile was born in 1974 in Hechingen, Germany, directly below the ancestral seat of the Prussians. Even as a child, she was fascinated in all forms of Nature, both animate and inanimate. Therefore, it doesn't come as much of a surprise that during her studies at the Eberhard-Karls-Universität in Tübingen, she chose zoology as her specialty of choice among her other specialties of Germanistics, English, pedagogics and biology.

The word „Sociality” as a zoological term can be divided into categories, which show the proportion of sociality through the sacrifice of the individual's reproduction. The highest form of sociality is reached when only one female (the queen) reproduces, and multiple generations of offspring care for the brood.
Aside from the question of reproduction, how does sociality really work? Is the division of resources reflected in the accomplished work of the individual? Are there rules in place to prevent waste of resources?

An especially critical area in the life of every organism is the personal energy balance: The steady supply of nutrition guarantees not only survival, but the function the individual holds in its ecosystem. In the case of the honeybee, what this means is that activity that requires little energy, such as cleaning cells, is compensated with less food than activities which are more strenuous, such as warming brood. Such an important aspect of food distribution cannot be left to chance or to the „honor system.” In order to establish an economically stable and socially just system of food distribution, there has to be a system of simple and functional principles. The body temperature allows the energy consumption of an individual to be measured, and at the same time, indicates the amount of work performed.

For her research on temperature regulation of honeybees, Rebecca Basile was awarded the 2005 Evenius Prize, a distinction honoring the best “young talent in science” contribution at the conference of the “Arbeitsgemeinschaften der Bieneninstitute Deutschlands”, a group that includes all research institutions that work on honeybees in Germany and German speaking countries. She wishes to research the thermoregulation mechanisms of honeybees on the immunological level for her habilitation project.

 

Bienen Basile

Tankstellenbienen pendeln zwischen den Honigvorräten und den Brutregionen hin und her

Rebecca Basisile, Biologie, Bienenforschung

Eine Zoologin, die sich der Frage nach der „sozialen Gerechtigkeit“ im Bienenstaat verschrieben hat. Seit dem Frühjahr 2003 arbeitet sie in der BEEgroup der Universität Würzburg an ihrem Promotionsthema: „Thermoregulation und Ressourcenmanagement“ – ein Fragenkomplex der sich mit energieaufwändigen Tätigkeiten, Fütterungsaktivitäten und Instinkthandlungen, sowie deren Entstehung beschäftigt.

Das wissenschaftliche Interesse an Bienen reicht zurück bis in die griechische Antike. Mit Aristoteles als erstem Vertreter sollte man meinen, dass es im Bienenvolk nichts Neues mehr zu entdecken gibt. Aber, weit gefehlt: Spätestens seit dem Nobelpreis für Karl Ritter von Frisch 1973 ist klar, dass die Honigbienen immer noch ein weites Feld für Verhaltensbiologen bieten, und noch lange nicht jedes Geheimnis dieser faszinierenden Spezies gelüftet ist.

Rebecca Basile wurde 1974 in Hechingen direkt unterhalb des Stammsitzes der Hohenzollern geboren. Bereits von Kindesbeinen an war sie von der Natur in belebter und unbelebter Form fasziniert. Und so ist es nicht weiter verwunderlich, dass sie in ihrem Studium an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen aus den Fächern Germanistik, Anglistik, Pädagogik und Biologie, gerade die Zoologie als Promotionsfach gewählt hat.


„Sozialität“ als zoologischer Begriff kann in Kategorien unterteilt werden, die das Ausmaß der Sozialität im Verzicht auf die eigene Reproduktion darstellen. Die höchste Stufe der Sozialität gilt als erreicht, wenn sich nur ein weibliches Tier, die „Königin“, fortpflanzt, und sich die Nachkommen mehrerer Generationen gemeinsam um die Brut kümmern.
Doch wie sieht es mit der Sozialität abseits der Reproduktion aus? Spiegelt sich die Aufteilung der Ressourcen in der geleisteten Arbeit der Individuen? der Verteilung nicht klare Regeln voraus, die vor Verschwendung schützten?

Ein besonders kritischer Teilbereich im Leben jedes Organismus ist die persönliche Energiebilanz: Die tägliche Zufuhr an lebenswichtigen Stoffen sichert nicht nur das eigene Überleben, sondern sichert auch die Funktion, die ein Individuum in seinem Ökosystem zu erfüllen hat. Was im Falle der Honigbienen bedeutet, dass Kräfte schonende Tätigkeiten wie „Zellenputzen“ anders mit Nahrung vergütet werden muss, als Kräfte zehrende Tätigkeiten, wie das Wärmen der Brut. Ein so bedeutender Aspekt wie die Nahrungsverteilung kann nicht zum Zufall oder dem „Selbstbedienungsprinzip“ überlassen werden. Damit sich eine ökonomisch stabile und „sozial gerechte“ Form der Nahrungsverteilung etablieren kann, muss sich ein Prinzip zu Grunde legen lassen, dass einfachen und funktionellen Grundsätzen folgt. Über die individuelle Körpertemperatur lässt sich der „Energieverbrauch“ einzelner Individuen messen und sie kann gleichzeitig als Indikator für die „Arbeitsleistung“ der Tiere dienen.

Für ihre Forschung an der Temperaturregulation der Honigbienen wurde Rebecca Basile bereits 2005 der „Evenius“ Preis verliehen. Eine Auszeichnung für den besten nachwuchs-wissenschaftlichen Beitrag auf der Tagung der Arbeitsgemeinschaften der Bieneninstitute Deutschlands.
Für ihr Habilitationsprojekt will sie sich um die Regulationsmechanismen der Honigbienen auf immunologischer Ebene kümmern.

 

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