Preisträger 2004

Der Kulturpreis 2004 wurde dem Geiger Florian Meierott verliehen


Nachdem Florian Meierott mit höchster Auszeichnung sein Studium in Karlsruhe bei Ulf Hoelscher und bei Wilhelm Melcher in Stuttgart, (Primarius des Melos-Quartettes) beendete und sich bei Zachar Bron den letzten Schliff holte, war er bestrebt eine eigene musikalische Sprache zu entwickeln. Dabei reagiert Meierott sensibel auf Strömungen der neuen Zeit, ohne affektiert oder vordergründig zu werden. Seine Konzertverpflichtungen, die ihn in die bedeutenden Metropolen Europas und Amerika führen, lassen den “Teufelsgeiger” (SZ) längst aus dem Geheimtipstatus heraustreten. In seinen eigenen Werken für Violine wie den silent songs, dem Technoviolinkonzert, oder dem halsbrecherischen Paganama gelingt es ihm, die Violine modern einzusetzen und so einem großen Publikum zugänglich zu machen. “Hier berechtigt ein junger Künstler zu der Hoffnung, es könne doch den vielseitigen und technisch perfekten Geiger geben, der verschiedene Stilarten beherscht und gleichzeitig eine magische, immer tief menschliche Faszinationsgabe besitzt”. So urteilte der Komponist Jaan Rääts, der ihm sein Violinkonzert widmete. Die kontinuierliche Herausgabe von über 30 CDs, die von Virtuosenstücken von Sarasate und Paganini zu den Werke des 20ten Jahrhunderts reichen, dokumentieren seine Entwicklung zu einer eigenen künstlerischen Persönlichkeit. 2005 stehen die Einspielungen der Violinkonzerte von Brahms und Rääts (Berliner Symphoniker), der Bachsolosonaten und seiner eigenen Violinwerke sowie Konzerte u. a. in Berlin, New York, München, London, Wien, Salzburg und Paris auf dem Programm. Als Dozent zahlreicher Meisterkurse in ganz Europa hat sich der Geiger inzwischen einen hervorragenden Ruf auch als_Pädagoge erworben._ Er erhielt beim Karlsruher Kammermusikwettbewerb den 1. Preis; 2000 wurde Florian Meierott mit dem Solistenpreis der Bayerischen Streicherakademie ausgezeichnet. 2002 wurde er zum Leiter und Konzertmeister des German Chamber Orchestra berufen. 2003 wurde die ihm gewidmete Solosonate von K. H. Stahmer mit großem Erfolg von ihm uraufgeführt. Im Februar 2004 erhielt er den “Rotary Kulturpreis Würzburg”. 2004 wurde er mit dem Ehrenpreis der schweizer Grockgesellschaft ausgezeichnet. 2005 wurde er mit dem “Allgäuer Kulturpreis” in Bad Hindelang ausgezeichnet._ In seiner Heimat Franken wurde Florian Meierott so populär, dass ihm der staatliche Hofkeller jährlich eine eigene Weinabfüllung widmet und vertreibt. Die Silvanertrauben und Reben des berühmten Würzburger Steins, einst dem Lieblingswein von Goethe, werden im Weinberg von Florian Meierott in regelmäßigen Abständen bespielt, auf dass sie noch besser reifen mögen. Florian Meierott lebt auf Schloss Erlach und spielt ein Instrument von Giambattista Rogeri, Cremona 1693.

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